Tutorium

Dieses Tutorium führt sie Schritt für Schritt in die Regeln von Dragonboard und im Allgemeinen der Solitair-Variation von Mah-Jongg, die in diesem Spiel benutzt wird. In diesem Kapitel werden sie lernen, wie man Mah-Jongg spielt und was dahinter steckt.

Der Einfachheit halber werden wir im folgenden diese Solitair-Variante einfach Mah-Jongg nennen, obwohl das nicht ganz korrekt ist. Denn Mah-Jongg ist eigentlich ein altes chinesisches Spiel für 4 Spieler, das entfernt dem westlichen Rommée-Spiel ähnelt (aber wirklich nur sehr entfernt - die Regeln sind viel komplexer). Somit möchten wir uns im voraus bei allen begeisterten "echten" Mah-Jongg-Spielern entschuldigen, daß wir diesen Namen für die profane Solitair-Variante verwenden.

Falls sie noch nicht mit den Regeln von Mah-Jongg vertraut sind, empfehlen wir, daß sie diese und die folgenden Seiten aufmerksam durchlesen.

Zuerst also eine kleine Lektion in Geschichte. Sie benötigen die folgenden Informationen nicht unbedingt, um Dragonboard zu spielen und um die Regeln zu verstehen. Wenn Sie also nicht an der Geschichte interessiert sind, können Sie direkt zur nächsten Seite über die Spielregeln springen.

Die Entstehungsgeschichte von Mah-Jongg

Das Mah-Jongg-Spiel stammt aus China. Das genaue Alter dieses Spiels ist unklar. Nach einer Legende wurde es bereits in der Shang-Dynastie (1500 bis 1000 v.Chr.) gespielt. Nach einer anderen Legende entstand das Spiel erst in der Chou-Dynastie (1000 bis 221 v. Chr.). Fest steht allerdings, dass im alten China ein enger Zusammenhang zwischen Brettspielen, Spielkarten und Spielsteinen bestand. Mah-Jongg war zunächst ein Kartenspiel, bis dann aus den Karten kleine Spielsteine aus Bambus wurden, in der Form, die wir heute kennen. Vor ungefähr 600 Jahren wurde das Spiel unter Flussschiffern beliebt; sie verwendeten erstmals Steine anstelle der Karten, die der Wind immer über Bord wehte. Während der Ming-Dynastie (1368 bis 1644 n.Chr.) entwickelte sich Mah-Jongg zum chinesischen Nationalspiel.

Es gibt viele unterschiedliche Varianten des Mah-Jongg. Verbindliche Spielregeln gibt es nur in der japanischen und in der nordamerikanischen Version. Bei all diesen Spielarten werden die Steine nach bestimmten Regeln auf dem Tisch aufgebaut. Sie weisen entfernte Ähnlichkeiten mit dem Rommé-Spiel auf. Die Version, bei der die Steine paarweise abgebaut werden, ist hauptsächlich als Computerspiel bekannt geworden. Über die Entstehung dieser "destruktiven" Variante gibt es keine Erkenntnisse.

Das Spiel ist in China unter mehreren Namen bekannt: Ma-Tsue-Pai (Drachenschlacht), Pung chow (Spiel der Winde), Be shan - Be shön (100 Krieger - 100 Siege) oder Ma-Tsüe. In der ganzen westlichen Welt heisst es überall Mah-Jongg, auf deutsch Hanf-Sperling. Dieser Vogel ist immer auf dem ersten Spielstein der Sticks abgebildet.

Aber nun genug von der Geschichte. Auf geht's zu den Regeln!